Notwendigkeit einer Hundeversicherung

Etwa 50 % der deutschen Hausbesitzer haben heute einen Hund. Trotz bester Erziehung und guter Betreuung kann jeder Hundebesitzer Probleme bekommen, weil sein Hund entweder jemand anders einen Schaden zugefügt hat, einen Unfall erleidet, oder auch erkrankt.
In diesen Fällen kann nur die richtige Hundeversicherung vor finanziellen Belastungen schützen.

Die erforderlichen Beiträge sind im Gegensatz zu eventuellen Schäden, oder Erkrankungen kalkulierbar. Die wichtigste Hundeversicherung, die jeder Hundehalter abschließen sollte, ist die Hundehaftpflicht. Im Gesetz ist festgelegt, dass jeder Halter, oder Besitzer von Hunden einer sogenannten Gefährdungshaftung nach § 833 BGB unterliegt. Wenn der Hund jemandem einen Schaden zufügt, dann muss der Halter voll für den Schaden und eventuelle Folgeschäden aufkommen. Die Verjährung beträgt 30 Jahre. Bei größeren Schäden (Hundebiss mit Dauerschäden) kann das sogar finanziell den Ruin bedeuten, wenn keine entsprechende Hundeversicherung (Hundehaftpflicht) besteht. Statistisch gesehen gibt es durch Hunde und Pferde die meisten Haftpflichtschäden in Deutschland. Es ist auch gegenüber dem Geschädigten unverantwortlich, wenn er nur zögernd Geld für seinen Schaden erhält, weil der Hundehalter nicht zahlen kann.

Manche glauben, dass hier auch die Privathaftpflicht ausreicht. Doch diese schließt nur Kleintiere (Vögel, Katzen) mit in den Versicherungsschutz ein. In einigen Bundesländern besteht für bestimmte Hunderassen Versicherungspflicht für die Hundehaftpflicht. Mit der richtigen Hundehaftpflichtversicherung ist der Hundehalter bis zur vereinbarten Versicherungsobergrenze vor Schadenersatzansprüchen versichert. Auch unberechtigte Ansprüche bearbeitet die Hundeversicherung und wehrt sie ab. Nicht versichert sind grob fahrlässige und vorsätzliche Handlungen. Grob fahrlässig kann schon sein, wenn Leinenpflicht ist und der Hund frei läuft und Schaden anrichtet. Vorsätzlich ist in jedem Fall, wenn der Hund auf jemanden gehetzt wird.

Jeder Hundebesitzer muss darüber hinaus prüfen, ob er für sein Tier eine weitere Hundeversicherung abschließen möchte.

Genauso wie der Mensch, kann auch der Hund erkranken und für die Genesung sind umfangreiche Untersuchungen beim Tierarzt, eventuell auch eine Operation und Medikamente notwendig. Sehr schnell sind hier Eintausend und mehr Euro fällig. Die richtige Entscheidung für die Gesundheit und gleichzeitige Vermeidung hoher Kosten kann eine entsprechende Hundeversicherung sein. Im Angebot gibt es diese Hundeversicherung oft als Kombivertrag, wo Operationen eingeschlossen sind. Wer eine Hundekrankenversicherung abgeschlossen hat, kann seinen Tierarzt frei wählen. In der Regel erfolgt die Abrechnung mit dem Hundehalter und dieser rechnet dann je nach Tarifabschluss mit seiner Versicherung ab.

Da viele Familien schon eine Rechtsschutzversicherung besitzen kann das Risiko Hund mit geringem Aufschlag auch hier mit eingebunden werden. Wer jedoch noch keine Rechtsschutzversicherung besitzt, der kann eine Hunderechtsschutzversicherung abschließen.

Die Höhe des Versicherungsbeitrages für die Hundeversicherung richtet sich nach den abgeschlossenen Leistungen, der Höhe der Versicherungssumme, der Hunderasse und den Haltungsbedingungen. Auch der Gesundheitszustand und das Eintrittsalter spielen eine Rolle. Nicht unerheblich sind die Tarife und Versicherungsbedingungen der einzelnen Anbieter.
Vor dem Abschluss jeder Hundeversicherung ist es sinnvoll, sich gründlich beraten zu lassen.
Der abgeschlossene Vertrag der Hundeversicherung gilt immer nur für das abgeschlossene Tier mit den entsprechenden Bedingungen. Sobald sich etwas ändert, Haltebedingungen, anderes Tier, oder auch neue Adresse, muss immer der Versicherer informiert und eventuell auch eine Vertragsänderung, oder ein neuer Vertrag abgeschlossen werden.

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